Umweltschutz mit neuer Energie

Menschen sind tagtäglich und fast überall von moderner Technik umgeben. Windenergie zählt dabei zu den unübersehbaren Technologien in der Landschaft. Verständlich also, dass sich AnwohnerInnen fragen, welchen Einfluss Windräder auf das Wohlbefinden und die Umwelt haben.

Für eine erfolgreiche Energiewende ist die Zustimmung der Bevölkerung eine zentrale Voraussetzung. Auch deshalb genießt der Schutz von Mensch, Natur und Umwelt in Deutschland höchste Priorität

Um die Akzeptanz von Windenergieanlagen zu sichern und den Schutz vor negativen Einflüssen zu garantieren, wurden umfangreiche gesetzliche Regelungen verabschiedet. So gibt es eindeutige Lärmschutzrichtlinien für Windenergieanlagen in der Nähe von Wohngebieten. Die entsprechenden Abstandsregelungen müssen bei der Planung, Genehmigung und Errichtung berücksichtigt werden. Exakt definierte Immissionsschutz-Regelungen gelten darüber hinaus für den Schattenwurf der Rotorblätter. Auch der Natur- und Artenschutz spiegelt sich in strikten Abstandsvorgaben, Abschaltzeiten oder gezielten technischen Maßnahmen wider.

So schützen wir vor Schall und Schatten

Um optische und akustische Störungen durch Windkraftanlagen zu vermeiden, gelten strenge Auflagen – auch für die Repowering-Windparks Wansleben I und II.

Für eine erfolgreiche Energiewende ist die Zustimmung der Bevölkerung eine zentrale Voraussetzung. Um die Akzeptanz von Windenergieanlagen nachhaltig zu sichern und den Schutz vor negativen Einflüssen zu garantieren, wurden umfangreiche gesetzliche Regelungen eingeführt.

So gibt es eindeutige Lärmschutzrichtlinien für Windenergieanlagen in der Nähe von Wohngebieten. Die entsprechenden Abstandsregelungen müssen bei der Planung, Genehmigung und Errichtung berücksichtigt werden. Exakt definierte Immissionsschutz-Regelungen gelten darüber hinaus auch für den Schattenwurf der Rotorblätter.

Der Schutz von Menschen und Umwelt genießt in Deutschland höchste Priorität, was sich in strikten Abstandsregelungen, Abschaltzeiten und gezielten technischen Maßnahmen widerspiegelt.

Wir setzen dem Schall klare Grenzen

Die Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte ist bei den Repowering-Windparks Wansleben gewährleistet und mit mehreren Schallgutachten nachgewiesen. Die hier abgebildete Schallkarte zeigt beispielhaft die maßgeblichen Immissionswerte für den Windpark Wansleben Repowering I.

Leiser als leichter Regen

In ihren neuen Leitlinien für Umgebungsgeräusche in Europa berücksichtigt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstmals auch die Geräusche von Windkraftanlagen. Für sie empfiehlt die WHO einen durchschnittlichen Grenzwert von maximal 45 Dezibel. Das ist leiser als leichter Regen – und wird heute schon bei allen neu genehmigten Projekten in Deutschland eingehalten. Geräusche zwischen einem Schallpegel von 40 bis etwa 65 Dezibel empfinden wir als leise, normal und angenehm. Laut wird es für uns ab einer Lautstärke von etwa 80 Dezibel. (Grafik: BWE)

Keine Angst vor Infraschall

Wie böiger Wind, die Meeresbrandung oder fahrende Autos erzeugen auch Windkraftanlagen Schall mit sehr niedrigen Frequenzen von unter 20 Hertz, sogenannten Infraschall. Laut Studien des Deutschen Naturschutzbunds und verschiedener Landesämter für Umwelt werden auch in unmittelbarer Nähe von Windrädern nicht ansatzweise gesundheitlich bedenkliche Schallpegel erreicht.

Wir halten den Schatten für Sie in Schach

Wo Licht ist, muss noch lange kein Schatten fallen

Abhängig von Wetterbedingungen, Windrichtung, Sonnenstand und Betrieb wirft eine Windenergieanlage mit ihren rotierenden Flügeln einen bewegten Schlagschatten. Dieser kann dann unangenehm sein, wenn der Schatten zum Beispiel ständig auf die Fenster eines Wohnhauses treffen würde. Um dem vorzubeugen, ist dieser Aspekt gesetzlich genau geregelt. Allerdings stehen in der Regel im „Schattenbereich“ von Windparks keine Wohngebäude. Weitere Reflexionen von Bauteilen werden durch besondere Lackierungen vermieden und sind deshalb nicht zu erwarten.

Laut Bundes-Immissionsschutzgesetz darf der Schattenwurf einer Windkraftanlage eine Dauer von 30 Minuten täglich und 30 Stunden im Jahr nicht überschreiten. Dies wird vor Inbetriebnahme am Computer simuliert und berechnet.

Kommt das für den Standort erstellte Schattengutachten zu dem Schluss, dass einzelne Anlagen doch einen Schatten werfen, müssen diese mit einem sogenannten Schattenwurfmodul ausgerüstet werden. Ein spezieller Sensor ermittelt die Umgebungshelligkeit sowie Sichtweite und schaltet die Windanlage ab, wenn an den betreffenden Häusern die vorgegebenen Grenzwerte erreicht sind.

Nächtliches Dauer-Blinken? Ende in Sicht!

Eine andere Quelle von Lichtemissionen stellt die nächtliche Hindernisbefeuerung dar. Die Deutsche Flugsicherung schreibt für Bauwerke ab einer bestimmten Höhe, zu denen auch Windenergieanlagen gehören, eine solche optische Kennzeichnung vor. Bisher leuchten diese Lichter praktisch in jeder Nacht – ganz gleich, ob ein Flugzeug in der Nähe ist oder nicht.

Blinken nur noch bei Bedarf

In Zukunft gibt es dafür eine andere Lösung, nämlich die so genannte Bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung (BNK), die ab 2023 bundesweit für alle bestehenden und neuen Windenergieanlagen gilt: Ein automatisiertes Radar-System sorgt dafür, dass die Lichter nachts auch wirklich „ausgehen“ und das störende Blinken nur noch bei Bedarf erfolgt. Das System erkennt ein Flugzeug automatisch und schaltet nur in diesem Fall die vorgeschriebene Hinderniskennzeichnung ein (Grafik: BWE).

Artenschutz

Vögel und Fledermäuse unter besonderer Obhut

Insgesamt besitzt der Repowering-Windpark Wansleben bedingt durch die intensive Landwirtschaft und den schon vorhandenen Windpark eine allenfalls durchschnittliche Bedeutung für die Vogelfauna.

Abschaltalgorithmus schützt Fledermäuse

Auch für die meisten Fledermausarten am Standort sind keine signifikanten Auswirkungen zu erwarten, zumal die Anlagenanzahl nach dem Abschluss beider Bauabschnitte um insgesamt 3 WEA verringert und der Abstand zwischen Boden und Unterkante des Rotors deutlich erhöht wurde. Das wirkt sich besonders positiv für die Zwergfledermaus aus, die nur in einer geringen Flughöhe aktiv ist. Zur weiteren Verminderung des Kollisionsrisikos auch für höher fliegende Arten wie den Großen Abendsegler und die Rauhautfledermaus wird beim Betrieb der Anlagen ein so genannter Abschaltalgorithmus wirksam. Damit werden die Anlagen beispielsweise in den Sommermonaten während der Nachtstunden zum Schutz der Fledermäuse abgeschaltet.

Risiko für Rotmilan minimieren

Bei allen landwirtschaftlichen Nutzungen - wie etwa dem Pflügen, Grubbern oder Eggen, der Mahd und der Ernte, dem Heuwenden und der Heuentnahme - innerhalb eines Radius von 250 m um den jeweiligen Mastfuß werden die Windenergieanlagen mit Beginn der landwirtschaftlichen Nutzung und an den zwei darauf folgenden Tagen zwischen Sonnenaufgang und -untergang abgeschaltet.

Außerdem dürfen - ebenfalls im Radius von 250 m um die Anlagen - keine Strohballen gestapelt und keine Dunghaufen aufgebracht werden. Auf diese Art kann einer nicht gewünschten Lockwirkung auf den Rotmilan entgegengewirkt und das Risiko einer Kollision minimiert werden.

Ihre Ansprechpartnerin

Daniela Helbig
OSTWIND-Niederlassung Ost
Tel. +49 (0) 331/ 62 64 68 17
wp-wansleben-repowering@ostwind.de
www.ostwindpark-wansleben.de